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Gesundheits-Lügen, -Irrtümer und Medizinmythen  

GGM vom 12.12. 2018

Alte, überlieferte Weisheiten werden einfach nicht hinterfragt und von Generation zu Generation weitergegeben.

 

Wir hatten einen großen Kirschenbaum im Garten und ich höre noch heute meine Mutter: "Wenn du Kirschen ißt, darfst du kein Wasser danach trinken."

Nun, solche falschen Ratschläge schaden zumindest nicht. Doch auch bei Gesundheits- und schulmedizinischen Ratschlägen grassieren Lügen, Halbwahrheiten, Mythen und Vorurteile, die nicht so harmlos sind. 

 

Es dauert oft sehr lang, bis neue medizinische Forschungen und Erkenntnisse sich im Bewußtsein der Menschen verankern.

 

In vielen Praxen hört man immer wieder Warnungen wie:  "Salz erhöht den Blutdruck" oder "Vitamin C bildet Nierensteine".

 

Beides ist längst widerlegt.

Seit Mitte der 70er Jahre geistert durch verschiedene Berichte in steter Regelmäßigkeit die Mär vom Nierenstein verursachendem Vitamin C. Dieser Unsinn wurde u.a. auch schon lange von der Uni Gießen widerlegt.

Ich selbst nehme seit vielen Jahren Acerola-Pulver ein, das reich an natürlichem Vitamin C ist.

 

Solche Ratschläge sind nicht nur ärgerlich, sondern können auch gefährlich sein.

Ein weiteres Beispiel ist Fasten.

Längeres Fasten wird oft als optimale Maßnahme angepriesen, um den Körper zu "entschlackn". Langzeitiger Verzicht auf Nahrung kann zu ernsten Komplikationen führen, etwa zu Herzproblemen (Herzrhythmusstörungen u.a.). Gegen ein kurzzeitiges Fasten ist nichts einzuwenden.

Falsch ist auch der Tipp, sich bei Rückenschmerzen zu schonen oder Haare würden schneller wachsen, wenn man sie schneidet.

 

Zuverlässige Daten liefert allein die sogenannte "evidenzbasierte Medizin".

Evidenzbasierte Medizin (EbM), besser: beweisgestützte Medizin ist der gewissenhafte, ausdrückliche und vernünftige Gebrauch der gegenwärtig besten externen, wissenschaftlichen Erkenntnisse für Entscheidungen in der medizinischen Versorgung individueller Patienten.

 

Randomisierten, kontrollierte Doppelblundstudien sind z.B. in der EbM unverzichtbar.

Die randomisierte kontrollierte Studie nennt sich "kontrolliert", weil es sowohl eine Experimentalgruppe als auch eine Kontrollgruppe gibt. Den Mitgliedern der Experimentalgruppe (Verumgruppe) wird das zu testende Medikament gegeben, die Mitglieder der Kontrollgruppe erhalten dagegen z.B. eine Scheinpäparat (Placebo), eine aktuelle Standardtherapie  oder können auch unbehandelt bleiben.

 

Dennoch sollte man als Patient immer kritisch bleiben, denn auch saubere Studien können falsch interpretiert werden, was Lobbyisten häufig tun.

 

Nachfolgend nun einige der häufigsten Irrtümer, Mythen und bewußten Fälschungen:

 

1. Eier erhöhen den Cholesterinspiegel
Falsch!

Auch zwei Eier täglich erhöhen kaum den Cholesterinspiegel im Blut. Der Organismusr stellt Cholesterin nämlich auch selbst her. Er drosselt  einfach die Eigenproduktion, wenn in der Nahrung viel vom lebenswichtigen Cholesterin vorhanden ist.

(Ist es Zufall, dass die mit 117 Jahren kürzlich verstorbene Italienerin Emma Morano täglich zwei teils rohe Eier aß?)

 

2. Kaffee führt zu Flüssigkeitsverlust
Falsch!

Argument: Koffein regt die Nierentätigkeit an, und man entzieht so dem Körper Wasser. Eine Studie der US-Universität Omaha/Nebraska konnte dies widerlegen: Es ergab sich kein wesentlicher Unterschied zwischen Kaffeetrinkern und Nicht-Kaffeetrinkern bezüglich einem  Flüssigkeitsmangel.

 

3. Am gesündesten ist der Schlaf vor Mitternacht
Nur bedingt richtig.

Schlafforscher Prof. Jürgen Zulley von der Uni Regensburg sagt: "Nich die Uhrzeit ist wichtig, sondern die Schlafqualität, vor allem die Tiefschlaf-Phase, die zur Regeneration des Körpers beiträgt.  Diese sollte vor drei Uhr nachts liegen, um den Biorhythmus nicht zu stark zu stören.

 

4. Cellulitis vorbeugen?

Nein, auch das ist falsch.
Cellulitis lässt sich nicht verhüten. Cellulitis ist durch die dehnbare Struktur des weiblichen Bindegewebes an Po und Schenkeln bedingt. Dabei quellen einzelne Fettzellen auf. 80 Prozent aller Frauen – auch schlanke – haben Cellulitis.

 

5. Abendessen macht dick
Falsch!

Es ist egal, wann man ißt. Entscheidend für das Gewicht ist die tatsächlich resorbierte gesamte Kalorienmenge (Energie), die man täglich verzehrt. Übertrifft diese den Bedarf, setzt das an.

Wichtig: Es geht hier um die tatsächlich resorbierte (verwertete) Kalorienmenge, nicht um die zugeführte. Es gibt Menschen, die viel essen können, ohne zuzunehmen, da ihr Verdauungssystem nicht alles verwertet.

 

6. An Wunden sollte man viel Luft lassen
Falsch!

Luft trocknet die Wunde schneller aus. Erhöhte Schorfbildung oder möglicherweise sogar Narben sind dann die Gefahr. Optimal ist ein dichtes Pflaster, das die Wunde feucht hält

 

7. Nur 10% des Gehirns werden genutzt
Die moderne Hirnforschung hat diese These eindrucksvoll widerlegt. Zahlreiche Aufnahmen von Gehirnzellen zeigen, dass kein Bereich im Gehirn jemals wirklich inaktiv ist.  Eine Vielzahl von Nervenzellen in den unterschiedlichsten Regionen ist immer aktiv..

 

8. Viel Sport ist immer gesund

Falsch!
Regelmäßige Bewegung ist natürlich empfehlenswert. Sie stärkt Muskeln, Knochen, Immunsystem Herz und Kreislauf. Zu intensiver  Freizeitsport - oft nur am Wochenende - oder exzessiver Leistungssport  bewirken das Gegenteil. Nicht nur, dass der Bewegungsapparat leidet und oft auch verletzt wird, es bilden sich durch den plötzlich sehr hohen Sauerstoffverbrauch sog. Sauerstoffradikale. Diese schädigen viele Zellen und auch das Immunsystem. Ist es nicht auffällig, dass Leistungssportler, z.B. Profi-Fußballer, so häufig Infekte bekommen?

 

9. Allergien plagen lebenslang
Stimmt nur teilweise.

An der Johns Hopkins Universität in Baltimore/USA stellten Kinderärzte fest, dass bis zu 20% von allergiegeplagten Kindern später keine Symptome mehr zeigten.

 

10. Schwaches Licht, etwa beim Lesen, schädigt die Augen
Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg für diese Aussage.

Lesen bei schlechten Lichtverhältnissen ermüdet die Augen schneller, die Sehfähigkeit nimmt keinen Schaden.

 

11. Salz erhöht den Blutdruck
Auch diese häufig gehörte Warnung ist falsch!

Jahrzehntelang wurden Menschen zur sparsamem Verwendung von Salz bewegt. Hier zeigte sich wieder, dass nicht nur die Studien wissenschaftlich fundiert sein müssen, sondern auch deren Interpretation und Folgerungen. 2 US-Studien aus den Jahren 1972 und 1988 führten zu dieser Fehleinschätzung. Inzwischen zeigte sich: Salzarme Kost allein bringt in Bezug auf den Bluthochdruck keinerlei Veränderungen.

 

12. Man soll den Körper entschlacken
"Schlacken" im Körper wurden nie wissenschaftlich  seriös nachgewiesen. Für alle biochemischen Abbauprodukte des Stoffwechsels gibt es entsprechende Organe wie Darm, Nieren, Leber und Haut, die hierbei zuständig sind.

Man denke hier auch an die Evolution: Ohne diese wunderbaren Ausscheidungs- und Entgiftungsorgane gäbe es uns überhaupt nicht.

 

13. Medikamente für Kinder sind gut geprüft
Leider nicht!

Abgesehen von Impfstoffen und Erkältungsmittel sind Medikamente für Kinder nicht ausreichend getestet. Zum Beispiel: Arzneimittel bei Herzleiden oder Diabetes bei KIndern sind nicht ausreichend untersucht.  Die Pharmaindustrie verweigert hier wohl umfangreichere Studien, da diese Medikamente zu wenig Gewinn bringen.

 

14. Für den Rücken ist gerages Sitzen wichtig
Auch diese Empfehlung entspricht nicht mehr heutigen Erkenntnissen. Die ideale Sitzposition ist entspanntes Zurückgelehnt, wobei Wirbelsäule und Oberschenkel einen Winkel von 135 Grad bilden sollen.

Zusätzlich sollte man so oft wie möglich die Sitzposition wechseln, um alle Muskelgruppen zu belasten

 

12. Nur im Wald kann man von Zecken gebissen werden
Zecken sitzen vor allem in Gräsern und Büschen in einer Höhe von bis zu einem Meter und fallen nicht von den Bäumen. Im Garten, beim Wandern, beim Campen, im Gras und Gebüsch lauert die Gefahr.

 

13. Erkältungen durch Kälte
Stimmt nur scheinbar. Erkältung und Grippe werden von Viren verursacht. Geheizte, geschlossene Räume, größere Nähe zu  unseren Mitmenschen begünstigen die Ansteckung durch Viren. Die Anfälligkeit für Infekte wird auch  durch warme Raumluft erhöht, welche die  Schleimhäute in den Atemwegen stärker austrocknet..

 

14. Wenn Schnupfen, dann in die Sauna gehen
Das sollte man nicht tun!

Nur gesunde Menschen werden durch Hitze und Schwitzen abgehärtet.  Ein kranker Organismus dagegen ist schon durch den Abwehrlampf  gegen die Erkältungserreger belastet. Ein Saunabesuch würde das Immunsystem noch weiter schwächen

15. Kalte Duschen sollen angeblich abhärten
Extreme Temperaturen können zwar den Kreislauf und die Durchblutung anregen, das können jedoch auch warme Duschen. Die Ayurveda-Medizin hält z.B. warmes Wasser für effektiver. Also Warmduscher, Kopf hoch und Spott durch Wissen abprallen lassen.

 

16. Fett macht dick und krank
Dieser Mythos  ist hartnäckig und geistert schon lang durch die Medizinwelt, ist aber längst widerlegt. Wieder eine falsche Auslegung einer US-Langzeitstudie (Framingham-Studie) führte zu dieser Diskriminierung der Nahrungsfette. Der schwedische Mediziner Uffe Ravnskov widerlegte diese These eindrucksvoll.

 

17. Die Haut wird durch häufiges Eincremen zart
Werbung in Milliardenhöhe verführt vor allem Frauen zu dieser falschen Annahme! Der Berufsverband Deutscher Dermatologen warnt ausdrücklich: Wer sich mehr als 3 mal täglich eincremt, erreicht das Gegenteil, denn die Rückfettung der Haut wird gestört. Die Haut trocknet dadurch aus, es können sogar schuppige Hautentzündungen entstehen, die sogenannte "Stewardessen-Krankheit".

 

18. Schokolade macht Pickel
Dies ist eine Fehlinformation. Pickel (Akne) entstehen vielmehr durch Hormonschwankungen und genetische Faktoren, die zu einer Überproduktion in den Talgdrüsen führen. Dies wurde bereits in den 1960er Jahren nachgewiesen.

 

19. Cola hilft bei Durhfall

Das Gegenteil ist der Fall. Das Koffein in der Cola regt die Nieren zum Entwässern an, wie jeder Kaffetrinker weiß. Der Flüssigkeitsmangel wird also noch verstärkt, der bereits durch Durchfall entsteht.

 

20. Schwimmen ist gut für die Gelenke
Das gilt nur bedingt.

Man muß es richtig machen. Dazu gehört eine richtige Beintechnik. Falsche Beintechnik belastet Knie- und Fußgelenke unnötig. Auch  das krampfhafte Halten des Kopfes über Wasser ist schädlich für die  Nackenwirbel. Rückenschwimmen ist die gesündeste Art des Schwimmens.

21. Häufiger Gesundheits-TÜV ist eine gute Vorsorge
Amerikanische und kanadische Ärzte und auch auch europäische Ärzteverbände sprachen sich dagegen aus. EKG, Röntgen, Blutuntersuchungen ua. sind zum Teil belastend und zu unspezifisch,   um Krankheiten frühzeitig zu entdecken.

 

22. Bei Muskelkater einfach weitertrainieren
Das sollte man lieber lassen.

Nach heutigen sportmedizinischen Erkenntnissen ist Muskelkater Symptom einer Überlastung. Winzige Muskelrisse können dabei zu  Entzündungen und Schwellungen führen. Weitertrainieren verzögert den Heilungsprozess.

 

23. Häufiges Haareschneiden fördert drn Haarwuchs
Nur die Haarwurzel bestimmt das Wachstum. Hormonelle und genetische Faktoren spielen dabei eine Rolle. Ein Kopfhaar wächst in 3 Tagen etwa 1 mm – egal, ob man es oft oder weniger oft schneidet.

(Die Frage: Wem nutzt eine Behauptung, sollte man immer stellen, nicht nur bei diesem zumindest unschädlichen Mythos in der Friseurbranche.)

 

24. Weiße Nagelflecken bedeuten Kalziummangel

Linkshänder zeigen weiße Nagelflecken häufiger an der linken,  Rechtshänder öfters an der rechten Hand. Warum wohl? Schuld sind winzige Verletzungen des Nagelbetts etwa bei der täglichen Arbeit, beim Sport, im Handwer u.a.

 

25 CT (Computertomografie) schadet nicht
Die bei einer CT eingesetzte Röntgenstrahlung ist bis 1000-mal stärker als normales Röntgen. "Hochdosierte Röntgenstrahlen können Krebs auslösen" warnt der US-Radiologe David Brenner von der Columbia University. 15.000 Toten pro Jahr durch zu häufigen CT-Einsatz werden von US-Studien angenommen.

 

26. Verstopfung setzt Gifte frei
Das wurde bisher noch nie nachgewiesen. Übrigens: Man muß nicht täglich Stuhlgang haben, aber 3 mal pro Woche sollte es schon mindestens sein.

 

27. Rückenschmerzen bedürfen der Schonung
Das Gegenteil ist richtig.

Rund 90 Prozent aller Rückenprobleme können durch Bewegung vermieden werden, zeigt eine große europäische Studie. Es gilt eindeutig: Schonen schadet dem Rücken erst richtig.

 

28. Übereinanderschlagen der Beine führt zu Krampfadern
Falsch!

Es gibt keinen Hinweis dafür. Krampfadern entstehen bei Frauen vor allem durch Übergewicht und Schwangerschaft, bei Männern durch Rauchen und durch Bewegungsmangel.

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Es gibt noch eine Vielzahl von gravierenden, die Gesundheit gefährdenden Lügen, z.B:

 

1. Die Cholesterinlüge der Margarine-Industrie:

Dr. Keys (amerikanische Physiologe und Ozeanograph) Sieben-Länder-Studie darf heute als großangelegter Betrug gewertet werden, wie er später selber zugab.

 

2. Die Diätenlüge

„10 Pfund oder mehr in 14 Tagen abnehmen“! Kommt Ihnen dieser Spruch bekannt vor ?

 

3. Die Margaraine- Lüge: Margarine ist gesünder als Butter

Eine Studie, in der 85 000 Frauen acht Jahre lang beobachtet wurden, stellte fest, daß jene, die Margarine essen, ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten haben

u.v.m

 

 

 

 

 

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