Fit bis 99 plus - Vitalstoffe Tipps, um gesund und fit zu bleiben
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Vitalstoffe und Tierzucht   GGM 4.12.2018

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie vielen Menschen es egal ist, was ein Tier, das bei uns auf dem Teller landet, zu fressen bekommt, welche Lebensbedingunge es hat, welche Stresshormone es eventuel  entwickelt und wie sich dies alles auf die ernährungsphysiologischen Vorteile des Lebensmittels auswirkt, d.h auch unsere Gesundheit betroffen ist.

 

Eier sind ein perfektes Beispiel.

Unsere Eier stammen hauptsächlich von Hühnern aus der Fabrik, die nicht nur unter schrecklich ungesunden Bedingungen leben, was sich natürlich auch auf die Qualität der Eier auswirkt, sondern auch eine unnatürliche Getreide-Ernährung erhalten, die den gesundheitlichen Wert der Eier für unsere Ernährung erheblich beeinträchtigt.

 

Man weiß inzwischen, dass die so genannten Omega-3-Fettsäuren für unsere Gesundheit wichtig sind. Omega-3-Fetsäuren sind  notwendig für das Gehirn, das Herz u.a. Besonders das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäure, das früher 1:1 war, hat sich verschoben. Man schätzt es heute auf etwa 20:1. Omega-6-Fettsäuren, z.B. Linolsäure sind zwar auch nötig, aber nicht im Übermaß, denn daraus kann die entzündungsfördernde Arachidonsäure entstehen.

(Ich empfehle deshalb, täglich 1 EL BIO-Leinöl zu essen, das zu 65% aus einer Omega-3-Fettsäure besteht, nämlich aus Linolensäure. Auch Fettfische können hervorragende Lieferanten von Omega-3-Fetten sein. Man muß aber auch hierbei auf Qualität achten, also keinen Zuchtlachs, sondern Willachs u.a. Notfalls kann man auch Nahrungsergänzungen einsetzen, die Omega-3-Fettsäuren enthalten.)

 

Die Supermarkteier enthalten zwischen 30 mg und 80 mg Omega-3-Fettsäuren pro Ei (abhängig von der Eiergröße, dem  Futter, den Haltungsbedingungen usw.).

 

Hühner, die im Freien auf der Weide, in Feld und Flur ihr Futter finden, ein Futter mit Gemüse, Kräutern, Käfern, Maden, Würmern usw. legen Eier mit 300 mg bis 700 mg Omega-3-Fettsäuren, also dem 10-fachen im Vergleich zu den Eiern der bedauernswerten Fabrikhühnern.

 

Diese Daten stammen aus einer Studie des Wissenschaftlers Dr. Simopoulos, der den Omega-3- zu Omega-6-Gehalt von Eiern auf einem Bauernhof in Griechenland analysierte.

Dabei wurde nicht nur der tatsächliche Gehalt genessen, sondern auch das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäure. Die Eier der frei lebenden Hühner hatten ein Omega-6 zu Omega-3 Verhältnis von 1,3 zu 1, während die “Supermarkt-Eier” ein furchtbares Verhältnis von 19,4 zu 1 hatten.

 

(Diese  Wertunterschiede gibt es z.B. auch bei Rindfleisch: Bio-Fleisch von Weidentieren hat viel höhere Omega-3-, Vitamin-, Mineralien- und Antioxidantien-Werte als von Tieren aus Massenzucht.).

 

 

Die besten Optionen für die gesündesten Eier sind:

 

1. Bei weitem die beste Option ist, wenn man Eier auf einem örtlichen Bauernhof kauft und man sieht, ob die Hühner die meiste Zeit im Freien sind, die Sonne und eine natürliche Ernährung genießen dürfen.

 

2. Kennt man keinen Bauernhof, der solche Hühner hält, sind die nächstbesten Optionen Bio-Eier und/oder “Omega-3”-Eier. In diesen Fällen wissen wir zumindest, dass die Hennen eine biologische Ernährung  und/oder zusätzlichen Flachs oder andere Omega-3-reiche Inhaltsstoffe erhalten haben.

 

Bio-Eier sind teurer, aber sie gehören zu den nährstoffreichsten Lebensmitteln auf dem Planeten. Wir finden deshalb, dass sie die Investition definitiv wert sind. Sehen Sie es so: Qualitativ hochwertige Lebensmittel sind eine Investition in Ihre Gesundheit und können so Ihre Gesundheitskosten senken.

 

Ich esse übrigens etwa wöchentlich 8-10 BIO-Eier oder solche vom Bauernhof. Es ist vielleicht auch kein Zufall das die älteste Italienerin Emma Morano, die im vorigen Jahr mit 117 Jahren starb, ihr hohe sAlter so begründete: zwei teils rohe Eier am Tag und etwas selbstgebrannter Grappa.

 

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