Fit bis 99 plus - Vitalstoffe Tipps, um gesund und fit zu bleiben
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Homocystein – die „Rasierklinge“ in Ihren Gefäßen                            

 

Erhöhte Homocysteinwerte gelten als Risikofaktoren für Schlaganfall und Herzinfarkt sowie viele anderen Erkrankungen.

Homocystein ist ein Abfallprodukt im Aminosäurestoffwechsel und kann ab einem Blutspiegel von 12 µmol/l die Gefäße schädigen.

 

Der Spiegel läßt sich durch die Gabe der 3 B-Vitamine B6, B12 und Folsäure sowie auch Betain senken.

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Das ergab u.a. auch eine neue Studie aus dem Jahr 2015 der Universitätsklinik Peking.

(Betain kommt in Brokkoli, Spinat u.a. vor. Betain ist oxidiertes Cholin, einem Bestandteil des Lecithins, z.B. in Eiern.)

 

Homocystein wird in der Medizin inzwischen mit Herzinfarkt, Schlaganfall, Makuladegeneration der Augen oder Altersdemenz in Verbindung gebracht.

 

Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die nicht in den Baustoffwechsel des Körpers einbezogen wird, sondern nur als kurzlebiges Zwischenprodukt im komplexen Methionin-Stoffwechsel entsteht. Methionin ist eine wichtige, schwefelhaltge Aminosäure.

Aus etwa 20 Aminosäuren sind die Proteine (Eiweißstoffe) aufgebaut.

 

Beispiel der Schädigung von Blutgefäßen durch Homocystein:

 

Homocystein ist ein „scharfes“ Molekül, quasi eine Rasierklinge, die die Innenwand Ihrer Blutgefäße aufschlitzen kann.

 

Dadurch kommt es zu einer Entzündungsreaktion. Makrophagen (Freß- und Abwehrzellen) werden angelockt. Es entsteht eine Verdickung der Innenwand der Blutgefäße.

Wahrscheinlich versucht der Körper mit Hilfe von Cholesterin die Risse zu kitten.

Deshalb glaubt man wohl, das Cholesterin Arteriosklerose verursacht, weil man in den Verdickungen häufig Cholesterin vorfindet.

Welch krasser Fehlschluß! Wenn man bei einem Brand immer die Feuerwehr vorfindet, ist der Schluß, die Feuerwehr sei an dem Brand schuld, meistens wohl Unsinn.

 

Homocystein fördert also allgemein die Einlagerung von Fetten in die Gefäßwände, so dass sie ihre Elastizität verlieren (Stichwort Gefäßverkalkung) und Symptome wie Gedächtnisschwäche oder Durchblutungsstörungen auftreten können. Die Oxidation von LDL-Cholesterin wird erleichtert. (Nur das oxidierte Cholesterin ist schädlich, Vitamin E u.a. kann diese Oxidation verhindern!)

 

Homocystein steigert die Blutviskosität (das Blut wird „dicker“) und aktiviert die Thrombogenese (Entwicklung von Thrombosen) bei gleichzeitiger Störung der Fibrinolyse (Blutgerinnungshemmung und Blutgerinnselauflösung).

 

Homocystein wird normalerweise im Körper umgewandelt und ausgeschieden. Damit dieser Stoffwechsel optimal ablaufen kann, muss das Zwischenprodukt Homocystein zu Cystein (wichtige schwefelhaltige Aminosäure) abgebaut oder aber zu Methionin (wichtige schwefelhaltige Aminosäure) zurückverwandelt werden.

 

Beide Reaktionen sind direkt an Vitamine des B-Komplexes gebunden, welche als Co-Enzyme fungieren.

Ohne Co-Enzyme können Enzyme nicht wirken.

 

Der Homocysteinspiegel ist aber nicht durch eine Diät oder Abnehmen zu beeinflussen, sondern nur durch die Qualität der Ernährung.

Grundsätzlich ist der Homocysteinspiegel altersabhängig und steigt mit dem Alter an.

Zur Senkung des Homocysteinspiegels werden täglich ca. 1 mg Folsäure (Vitamin B9) sowie die B-Vitamine B6 und B12 sowie Betain  benötigt.

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Allein um diese Menge an Folsäure zu erhalten, müßte man täglich 2 kg Blattgemüsse essen, allerdings roh, denn Erhitzen zerstört die Folsäure.

 

Bei erhöhten Homocystein ist also die Zufuhr der oben genannten Vitamine dringend zu empfehlen.

Statistisch gesehen haben im Alter von ca. 50 Jahren 50% aller Erwachsenen einen zu hohen Homocysteinspiegel und ca. 90% einen Folsäuremangel. Daraus kann man unschwer entnehmen, das unsere tägliche Nahrung in diesem Bereich nicht ausreicht.

 

Der Mangel an Folsäure ist dabei der häufigste Vitaminmangel in Europa, denn bei der Verarbeitung der Lebensmittel geht insbesondere das Folat sehr leicht verloren.

Die Ernährungswissenschaftler empfehlen die Aufnahme von 400 µg Folat täglich, allerdings werden im Mittel hier zu Lande nur 300 µg Folat verzehrt, so dass zumindest bei einem großen Teil der Bevölkerung von einer Fehlversorgung auszugehen ist, was erhöhte Homocysteinwerte zur Folge hat.

 

Dass eine klare Beziehung zwischen dem Homocysteinspiegel und dem kardiovaskulären Risiko (Herzrisiko) besteht, belegen nach Professor Dr. Karl-Ludwig Resch aus Bad Elster vielfache Untersuchungen.

Demnach steigt bei jeder Erhöhung des Homocysteinspiegels um 0,5 µmol/l die Gefahr für kardiovaskuläre Ereignisse - in erster Linie als Herzinfarkt - um das 2,5-fache und für eine zerebrovaskuläre Komplikation (Mangelversorgung des Gehirns) - vorwiegend als Schlaganfall - oder eine arterielle Verschlusskrankheit sogar um das 5-fache.

 

Vorliegende Studien zeigen, dass ein Anstieg des Homocysteins um 5 µmol/l eine von anderen Risikofaktoren unabhängige Steigerung des Risikos für eine koronare Herzerkrankung (KHK) um 32 bis 42 Prozent bedingt. Gleichzeitig steigt die Gefahr einer Beinvenenthrombose um 60 Prozent und in gleicher Größenordnung auch das Schlaganfallrisiko. Andererseits lassen sich durch eine Senkung des Homocysteins auch eindeutig eine Verringerung des Risikos einer KHK, einer tiefen Venenthrombose und eines Schlaganfalls vermitteln.

 

Im kardiologischen Bereich gibt es nach seinen Worten allerdings erste Studien, die auf ein entsprechend präventives Potenzial der Homocysteinsenkung hindeuten: So zeigt eine Untersuchung, dass bei einer Senkung der Homocystein-Konzentration von 11,1 µmol/l  auf 7,2 µmol/l bei Patienten die sich einer Koronarintervention, also einer Bypassoperation oder einer Ballondilatation unterziehen mussten, die Rate erneuter Gefäßverengungen und -verschlüsse nach sechs Monaten um 48 Prozent reduziert wurde. Ein erneuter Eingriff  war in dieser Gruppe sogar um 52 Prozent seltener notwendig.

 

Ein hoher Homocysteinspiegel ist also als kardiovaskulärer Risikofaktor (Risikofaktor für Herzerkrankungen) bestätigt.

 

Ein hoher Homocysteinspiegel ist auch ein Risikofaktor der Makuladegeneration der Augen

 

Eine im "American Journal of Ophthalmology"publizierte Studie beschreibt einen hohen Homocysteinspiegel als Risikofaktor für die Entwicklung einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD).

 

Schwangere brauchen vermehrt Folsäure

Erhöhtes Homocystein ist keinesfalls nur ein Risikofaktor für die Arteriosklerose. So steigt bei einem Mangel an Folsäure das Homocystein an, was im Falle einer Schwangerschaft das Risiko für allgemeine Schwangerschaftskomplikationen und speziell die Gefahr für Fehlbildungen des Kindes erhöht. Gut dokumentiert ist dies vor allem für den Neuralrohrdefekt (Spina bifida, offener Rücken). Dieser Fehlbildung kann andererseits durch eine frühzeitige regelmäßige Folateinnahme vorgebeugt werden.

 

Wie hoch darf der Homocystein-Spiegel sein?

Der Homocysteinspiegel wird üblicherweise durch eine Blutuntersuchung festgestellt. Das ideale Maß für den Homocysteinspiegel ist 5 µmol/l, aber dieser Wert ist bei älteren Menschen kaum noch zu erreichen. Man ist heute inzwischen noch mit 8 µmol/l zufrieden.

Alle Werte über 8 µmol/l sind ungesund.

 

Unter 8 µmol/l         besteht kein erhöhtes homocysteinabhägiges Risiko

8 - 10 µmol/l         sind ein grenzwertiger Befund

Schädliche Auswirkungen sind z.B. über den Einfluss auf die Gerinnung möglich. Ein erhöhtes Risiko ist daher nicht auszuschließen, Behandlung wird empfohlen.

10 - 15 µmol/l         ist ein erhöhter Homocysteinspiegel mit gefäßaggressiven Wirkungen.

Deutliche Risikosteigerung sind z.B. für Gefäßeinengungen an der Carotis (Halsschlagader) durch Studien belegt. Behandlung ist erforderlich.

Über 15 µmol/l         besteht für die Gefäßgebiete Herz, Gehirn und periphere Arterien erhöhtes Thromboembolie-Risiko und zusätzlich erhöhtes Risiko für viele andere Krankheiten. Behandlung ist unbedingt erforderlich.

 

Was kann man tun?

Besonders ältere Menschen sind häufig - unabhängig von ihrer gesundheitlichen Verfassung - von erhöhtem Homocystein betroffen. Eine deutsche Studie hat gezeigt, dass bei älteren Menschen beinahe regelmäßig der Umbau von Homocystein gestört ist. Andererseits ist bekannt, dass die Versorgung der deutschen Bevölkerung mit Folsäure noch immer mangelhaft ist: nach Meinung von Ernährungsfachleuten liegt bei Kindern und Erwachsenen der tägliche Bedarf an Folsäure (Folaten) aus Lebensmittel bei 400 µg. Dieser Bedarf wird bei der in Deutschland üblichen Ernährung nicht erreicht.

 

Im Bereich einer milden bis mittleren Erhöhung des Homocysteinspiegels besteht die Behandlung als Dauertherapie in der Gabe von Folsäure, Vitamin B6 und B12 sowie Betain.

Die Behandlung mit den B-Vitaminen Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 sowie Betain in den notwendigen Dosierungen ist praktisch frei von unerwünschten Wirkungen.

 

Wichtig:

Allerdings ist es nicht damit getan, die Laborwerte einmalig zu senken, sondern sie müssen dauerhaft im Normbereich gehalten werden. Setzt man mit der zusätzlichen Vitamingabe aus, schnellen die Homocysteinspiegel ebenso rasch wieder in pathologische Bereiche, wie sie sich zuvor senken ließen. Die Behandlung muss daher auf Dauer fortgeführt werden.

Wichtig ist zudem eine Ernährung mit Gemüsen, Salaten, Wildpflanzen-Smoothies, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, BIO-Fleisch, BIO-Eier und Fisch.

Achtung: beim Erhitzen (Gemüse) geht viel Folsäure verloren!

 

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