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Schwermetallbelastungen beim Menschen

Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Pesch
Pathologisches Institut der Universität
Krankenhausstraße 8-10, D - 91054 Erlangen

 
   

 

 

Vortrag auf dem 3. Norddeutschen Umweltsymposium

 

Die in den letzten Jahrzehnten weltweit rapid zunehmende Industrialisierung hat zu einer steigenden und mittlerweile bedrohlichen Schadstoffbelastung unserer Umwelt geführt. Weder der Einfluß der wesentlichen Schadstoffe, wie Schwefeldioxid, Stickoxide und Schwermetalle noch mögliche Interaktionen sind schlüssig bekannt.

Schwermetalle kommen natürlich nahezu überall in der Erdkruste vor, wobei Cd (Cadmium)und Pb (Blei) zu den häufigeren, Hg (Quecksilber), As (Arsen) , Sn (Zinn), Zn (Zink) und Cu (Kupfer) zu den seltenen Elementen gehören.

Anthropogen werden sie vor allem durch Verbrennung fossiler Brennstoffe in Industrieanlagen und Privathaushalten, aber auch durch metallhaltige Klärschlämme umverteilt.

 

(Die Bezeichnung anthropogen wird häufig verwendet für Eingriffe des Menschen in die Umwelt und für vom Menschen verursachte Umweltprobleme)

 

Eine zuverlässige Aussage über den Schwermetallgehalt und damit einer möglichen chronischen Belastung des menschlichen Organismus ist prinzipiell durch postmortale (nach dem Tod) möglich.

 

Als erste Bestandsaufnahme wurde 1981 - und als Basis für Hochrechnungen - 1985 und 1988 jeweils bei ca. 100 Verstorbenen aus Franken in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht und Rauchgewohnheiten der Cd-, Pb-, Hg-, As-, Sn-, Zn- und Cu-Gehalt verschiedener Organe bestimmt.

Danach reichert sich Cd besonders stark in der Nierenrinde an, Pb hingegen im Knochen. Hg weist die höchsten Konzentrationen in der Nierenrinde auf, Cu dagegen in der Leber. Niedrige Gehalte von As und Sn finden sich im Knochen.

 

 

Hingegen bleibt Cadmium aufgrund seiner kumulativen (reichert sich an) und nephrotoxischen (nierenschädigend) Eigenschaften neben Quecksilber das für den Menschen gefährlichste Schwermetall.

 

Zielorgan für Cadmium schlechthin ist die Nierenrinde , bei der es aufgrund der biologischen Cd-Halbwertszeit von 10-30 Jahren nach langjähriger Anreicherung vielfältigen Nierenschäden kommen kann.

 

Diese können schließlich zu Proteinurie und interstieller Nephritis führen.

Raucher weisen dabei gegenüber Nichtrauchern 2- bis 3-fach höhere Cd-Konzentrationen auf, die einerseits auf den hohen Cd-Gehalt der Tabakpflanze, andererseits auf die hohe pulmonale Resorptionsquote zurückzuführen sind.

 

Proteinurie: Darunter versteht man die Ausscheidung von Protein (Eiweiß) im Urin. Eine geringe Proteinauscheidung im Urin ist normal. Bei Niereninsuffizienz ist die Ausscheidung erhöht.

 

Nephritis dient als Sammelbegriff für akut- oder chronisch-entzündliche Erkrankungen der Niere.

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