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Umweltschadstoffe und Infertilität (Unfruchtbarkeit)
Prof. Dr. med. Ingrid Gerhard

 
   

Vortrag auf dem 2. Norddeutschen Umweltsymposium

 

In den vergangenen Jahren wurde zunächst von Zoologen beobachtet, daß bei Vögeln, Fischen und Säugetieren vermehrt Mißbildungen der Genitalien, abnormes Sexualverhalten und Infertilität (Unfruchtbarkeit) auftraten.

 

In den Lebensräumen dieser Tiere konnten Substanzen nachgewiesen werden, die für diese Veränderungen verantwortlich zu machen waren: bestimmte Schwermetalle, chlororganische Verbindungen, Pestizide, Kunststoffe usw.. Viele dieser Substanzen greifen in die endokrinen (Hormon-) Regelkreise ein. Da der Mensch am Ende der Nahrungskette steht, sich unter anderem von Fisch und Fleisch ernährt und ein Hormonsystem hat, das mit dem der Vögel vergleichbar ist, muß durchaus davon ausgegangen werden, daß diese Substanzen auch beim Menschen zu Unfruchtbarkeit führen können.

 

Es gibt Hinweise dafür, daß die Samenqualität in den letzten Jahrzehnten bei den Männern der Industrienationen abgenommen hat, und daß bei Frauen eine vorzeitige Erschöpfung der Ovarien (Eierstöcke), Uterusmyome (gutartige Gebärmuttertumore) und Endometriose (Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut) zunehmen.

 

An der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg werden seit einigen Jahren bei Frauen mit Unfruchtbarkeit ausführliche Umweltanamnesen erhoben und Belastungen durch Schwermetalle, chlororganische oder Nitromoschus-Verbindungen untersucht.

 

(Die Anamnese ist eine systematische Befragung, die den Gesundheitszustand eines Individuums zum Thema hat. Unter Anamnese versteht man auch den Inhalt einer Krankengeschichte.)

Synthetische Nitro-Moschusverbindungen werden als Duftstoffe in Alltagsprodukten wie Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzt. Bedenken wurden erstmals angemeldet, als man diese Stoffe im menschlichen Fettgewebe, in der Muttermilch und in Wasserorganismen feststellte.

 

Bei einer Schwermetallbelastung fiel für Blei, Cadmium und Quecksilber die gleichsinnige, ungünstige Wirkung auf die Lutealfunktion auf.

 

Corpus luteum: Gelbkörper; wird nach dem Eisprung aus den Hüllen des Eibläschens (Follikel) gebildet und produziert das Gelbkörperhormon (Progesteron)

 

Dagegen wirkten sich diese Metalle unterschiedlich auf das Immunsystem aus, was Fehlgeburten und Fruchtbarkeits- und Schwangerschafts-Komplikationen begünstigen kann. Waren die Konzentrationen bestimmter Metalle im Speichel erhöht, so hatten diese Patientinnen signifikant höhere Prolaktin-Spiegel als die Frauen mit niedrigeren Speichel-Werten.

 

Prolaktin ist ein Hormon, das in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) hergestellt wird. Die Hormonkonzentration steigt direkt vor der Regelblutung der Frau an, fällt aber bald danach wieder ab. Die wichtigste Rolle hat Prolaktin in der Schwangerschaft: Es fördert zusammen mit anderen Hormonen nach der Geburt die Milchproduktion in der Brustdrüse der jungen Mutter und hält sie aufrecht. Welche Funktion Prolaktin bei Männern hat, ist nicht bekannt. Eine Überproduktion von Prolaktin kann aber zu Erektionsstörungen führen.

 

Bei den chlororganischen Verbindungen konnten Zusammenhänge zu Infertilität (Unfruchtbarkeit), Abort-Rate (Fehlgeburt) und Hormonstörungen aufgezeigt werden, wobei der Einfluß des Alters, des Körpergewichts und der Ernährung zu berücksichtigen waren. Die Konzentrationen von Moschus-Xylol und Moschus-Keton korrelierten ebenfalls mit endokrinen und immunologischen Störungen.

 

Moschus-Xylol und Moschus-Keton wird als Riechstoff in Kosmetika und Konsumprodukten (Wasch- und Reinigungsmitteln, Duftverbesserern, Räucherstäbchen) eingesetzt.

Bei Moschus-Keton besteht der Verdacht auf krebserzeugende Wirkung.

 

Unsere Untersuchungen geben Hinweise dafür, daß bereits bei relativ niedrigen Blutkonzentrationen verschiedener Fremdstoffe im Blut Einflüsse auf das Endokrinum (Hormonsystem) und Immunsystem der Frau anzunehmen sind. Da es sich in der Regel um einen Cocktail verschiedener Schadstoffe handelt, ist es nicht damit getan, einzelne Stoffe aus dem Handel zu ziehen.

 

Zukünftige müssen besonders auf präventivem Gebiet liegen sowie auf der Suche nach Substanzen, die die Ausleitung der Schadstoffe aus dem Organismus fördern.

 

Dazu zählen z.B. Selen, Chlorelle sowie diverse Anti-Oxidantien.

 

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