Fit bis 99 plus - Vitalstoffe Tipps, um gesund und fit zu bleiben
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B-Vitamine kommen in allen pflanzlichen und tierischen Produkten vor, vor allem auch in Vollkorngetreide. Vitamin B12  enthalten nur tierische Produkte.

Der Vitamin B-Komplex -

natürliche B-Vitamine

B-Vitamine werden fast ausnahmlos synthetish hergestellt.

Natürlich B-Vitamine, z.B. aus Bierhefe haben entscheidende Vorteile:

 

deutlich höhere Bioverfügbarkeit (60-90%)

bessere Resorption (bis zu 90%)

keine unkalkulierbaren Interaktionen

keine Überdosierungen bei sachgerechtem Gebrauch

keine allergischen Reaktionen bei sachgerechtem Gebrauch

Vitaminvorstufen verbessern die Wirkung

gute Verträglichkeit

 

Diese Quelle für natürliche B-Vitamine kann ich empfehlen:

Natürliche B-Vitamine

 

Zur Vitamin B-Gruppe gehören 8 Vitamine. Alle sind Vorstufen für Coenzyme. Es sind chemisch und pharmakologisch völlig verschiedene Substanzen, die sich aber teilweise gegenseitig unterstützen.  Die Nummerierung ist nicht durchgehend, weil einige zunächst als Vitamine galten, später aber ihr Vitamincharakter sich nicht bestätigt hat, z.B. weil der Körper sie selber hestellen konnte.

 

Die B-Vitamine kommen in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor (z. B. in Fisch, Leberprodukten, Milchprodukten, Getreideschalen, Broccoli, Spinat oder Grünkohl). Eine Ausnahme stellt Vitamin B12 dar, welches kaum in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten ist, aber, im Gegensatz zu allen anderen wasserlöslichen Vitaminen, im Körper gespeichert werden kann.

 

Mangel an B-Vitaminen äußerst sich in Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Durchblutungsstörungen, erhöhtem Cholesterinspiegel, Herzrhythmusstörungen u.a.

 

Während die B-Vitamine B6, B12, Folsäure und PABA eine Sonderrolle im Organismus spielen (sie verhindern das gefährliche Homocystein, siehe unten), sind B1, B2, B3, B5, Biotin (B7), Cholin (B4)  und Inositol am Stoffwechsel beteiligt, und zwar von der Nahrungsaufnahme bis hin zu den Endprodukten wie Harnstoff, Wasser, Ammoniak usw.

 

Quellen:

Dr. rer. nat. Wolfgang Bayer/ Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Karlheinz Schmidt:

Vitamine in Prävention und Therapie, Hippokrates-Verlag

Klaus Oberbeil: Fit durch Vitamine, Südwest-Verlag

Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 257. Auflage, Verlag de Gruyter

Roche Lexikon Medizin, 3. Auflage, Verlag Urban&Schwarzenberg

 

Vitamin B1, Thiamin oder Aneurin

 

Thiamin ist ein neurotropes, d.h. auf das Nervensystem wirkendes Vitamin.

 

Es wird vor allem dort benötigt, wo Kohlenhydrate verarbeitet werden, nämlich im Gehirn, in den Nervenzellen und in der Muskulatur, vor allem auch in der Herzmuskulatur. Es unterstützt Gedächtnisleistung und Konzentration und wirkt Nervosität und depressiven Störungen entgegen.

Bei allen den Körper belastenden Situationen, wie z.B. Krankheit, Angst, Ärger, steigt der Bedarf an Thiamin.

 

Raucher und Frauen, die die Pille nehmen, haben einen besonders hohen Bedarf. Ein Mangel an Thiamin kann dazu führen, daß im Gehirn in Massen die sog. cholinergen Neuronen absterben. Die Folge ist Vergeßlichkeit, Konzentrationsschwäche und in schweren Fällen im Alter die Alzheimersche Krankheit. Wer unter Streß steht, viel Kaffee oder Tee trinkt, viel Süßes ißt und wer gesundheitlich wenig stabil ist, sollte besonders darauf achten, daß der Organismus reichlich mit Thiamin versorgt ist.

Das von der Dickdarmflora gebildete Thiamin kann nicht resorbiert werden, da die Resorption oberhalb im Dünndarm erfolgt. Thiamin hat einen relativ hohen Turnover (Umsatz) im Körper und wird nicht in nennenswertem Umfang gespeichert.

Daher ist eine kontinuierliche (regelmäßige) Zufuhr mit der Nahrung notwendig. Überschüssiges Thiamin wird im Urin ausgeschieden.

 

Thiamin ist ein wichtiges Coenzym, das eine bedeutende Rolle im Energie-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel spielt.

Bei unzureichender Thiaminversorgung ist dieser Stoffwechselweg der Glucose verlangsamt. Daneben wird eine coenzymunabhängige Wirkung des Thiamins im Nervensystem diskutiert.

Ein Thiaminmangel kann auftreten bei schwerer Mangelernährung, langfristiger parenteraler  Ernährung (Ernährung  z.B. durch Infusion), durch Null- Diät, Hämodialyse (Blutreinigungsverfahren) und Malabsorption (schlechte Aufnahme).

 

Alkoholiker sind bei uns die am meisten gefährdete Gruppe .

 

Ferner kann ein Mangel u.a. auch bei Diabetes oder bei Leberfunktionsstörungen auftreten.

Die klassische Vitaminmangelkrankheit Beriberi tritt bei uns praktisch nicht auf.

Thiamin wurde vor etwa 100 Jahren als erstes Vitamin entdeckt. Ein Mangel an Vitamin B1 führt zu Beriberi, einer Erkrankung, die durch neurologische Störungen, Herzinsuffizienz und Muskelatrophie gekennzeichnet ist. Zudem kann er das Korsakow-Syndrom verursachen, eine bei Alkoholikern häufig beobachtete Form der Amnesie (Gedächtnisstörung).

 

Oral verabreichtes Thiamin ist sehr gut verträglich.

Selbst die 100-fache Tagesdosis gilt als unbedenklich.

Thiamin kommt vor allem im Vollkorn (Hafer, Weizen), in Erbsen, Bohnen und magerem Schweinefleisch vor.

Teilweise zerstört wird es durch Erhitzen, durch Chlor und Sulfite (Schwefelverbin-dungen)

 

Vitamin B2, Riboflavin

Vitamin B2 ist von großer Bedeutung für die Energieproduktion in unseren Körperzellen.

Riboflavin wirkt ferner mit beim Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen.

 

Zwei Drittel der Menschen leiden an Riboflavinmangel.

 

Besonders ältere Menschen sind davon betroffen. Symptome sind u.a. rissige Mundwinkel, spröde Lippen, schuppige Haut, erhöhte Lichtempfindlichkeit, Schwindelgefühle oder Schlafstörungen.

 

Wer unter psychischem oder physischem Streß leidet, braucht besonders reichlich Riboflavin, da dieses Vitamin zum Ausstoß von Streßhormonen, wie z.B. Adrenalin, unentbehrlich ist.

Auch wer viel Sport treibt, sollte gut mit Riboflavin versorgt sein, denn nur dann kann das Training anabol, d.h. zu Energie verwendet werden. Zusammen mit dem Schilddrüsenhormon Thyroxin bewirkt Riboflavin die Umsetzung gewonnener Energie in Muskelaktivität.

 

Riboflavin wird von Pflanzen und Mikroorganismen gebildet, nicht aber vom menschlichen und tierischen Organismus.

 

Riboflavin wirkt beim Menschen in Form seiner aktiven Coenzyme FAD und FMN in ca. 60 wasserstoffübertragenden Flavoenzymen. Die Flavoenzyme  wirken als Katalysatoren, d.h. sie beschleunigen chem. Reaktionen.

 

Alkoholismus ist neben unzureichender Zufuhr die häufigste Mangelursache.

Zusammen mit oben aufgeführten Mangelsymptomen werden oft Störungen des Eisenstoffwechsels oder auch eine Anämie beobachtet.

Der Riboflavinbedarf ist abhängig von der Intensität des Stoffwechsels, des Körpergewichts und der Kalorienzufuhr. Im Durchschnitt schwankt der Bedarf  je nach Alter und Lebensbedingungen zwischen 1 mg und 3 mg/Tag.

 

Selbst sehr hohe Dosierung (100 mg) sind unschädlich. Im Gegenteil, dadurch wird z.B. die krebserzeugende Wirkung des Benzols gesenkt.

 

Der Bedarf steigt bei Schwangerschaft, in der Stillzeit, während des Wachstums, bei Infektionen, bei Alkoholismus, erhöhter Schilddrüsentätigkeit, vermehrter Flüssigkeitszufuhr und bei hohem Fettanteil in der Nahrung.

Einen besonders hohen Gehalt an Riboflavin weisen Hefe, Milch, Eier, Fleisch (vor allem Leber) und schnell wachsende Pflanzen, wie z.B. Broccoli, auf.

 

Zusätzliche Riboflavingaben zur Prophylaxe haben sich bewährt, besonders bei Schwangeren, Stillenden, bei älteren Menschen und bei Frauen, die über längere Zeit orale Kontrazeptiva (die Pille) zu sich nehmen.

 

Riboflavin ist recht stabil gegen Wärme und Sauerstoff. Beim Kochen von Gemüse ist ein Teil im Wasser! Riboflavin ist  aber sehr empfindlich gegen Licht und UV-Strahlung. 70% des Riboflavins werden in wenigen Stunden zerstört, wenn z.B. Milch in Glasflaschen im Hellen aufbewahrt wird.

 

Natürliche B-Vitamine - meine Empfehlung:

Natürliche B-Vitamine

 

 

Vitamin B3, Vitamin PP, Niacin

Unter dem Oberbegriff Niacin sind Nikotinsäure und Nikotinamid sowie die biologisch aktiven Wirkformen NAD und NADP zu verstehen.

Als Coenzyme sind NAD und NADP in Verbindung mit spezifischen Enzymen an zahlreichen Oxidations- und Reduktionsreaktionen beteiligt und spielen eine wesentliche Rolle bei zentralen Stoffwechselprozessen und bei der Energiegewinnung.

(NAD = Nicotinamidadenindinucleotid)

Bis heute sind mindestens 200 Dehydrogenasen (Enzyme, die Wasserstoff abspalten) bekannt, die NAD oder NADP benötigen.

 

Niacin verhilft zu einem gesunden Kreislauf. Es erweitert die Blutgefäße.

Dies ist vor allem dann von großer Bedeutung, wenn infolge von Krämpfen in der Gefäßmuskulatur Durchblutungsstörungen auftreten.

Niacin ist infolge seiner gefäßerweiternden Eigenschaft  besonders wirksam bei allen Kreislaufstörungen, bei allen Mängeln in der Durchblutung sowie bei Migräne.

Niacin hilft ferner, den Cholesterinspiegel zu senken, dabei sinken LDL und VLDL, HDL steigt. (HDL-Cholesterin wirkt positiv, es verhindert Arteriosklerose)

 

Aus Ergebnissen einer Studie geht hervor, daß durch eine gezielte Niacin- Behandlung der Cholesterinspiegel um 10-36 % und der Spiegel an Triglyzeriden (Neutralfette) um 23-46% gesenkt werden konnte.

 

Niacin wird einerseits direkt aus der Nahrung aufgenommen, kann andererseits jedoch auch aus der Aminosäure Tryptophan hergestellt werden.

Dabei ergeben 50-60 mg Tryptophan 1 mg Niacin.

Wer sicher sein will, ausreichend mit Niacin versorgt zu sein, sollte neben niacinhaltigen Lebensmitteln auch ausreichend Tryptophan aufnehmen.

Reich an Niacin und Tryptophan sind Rindfleisch, Eier und Kuhmilch.

 

Zu den häufigsten Mangelursachen gehören vor allem einseitige Ernährung (z.B. Mais), Vitamin B6-Mangel, da dann die Umwandlung aus Tryptophan gestört ist, und Medikamenteneinnahme, z.B. L-Dopa bei der Parkinson-Krankheit, Salizylate (Aspirin).

Die Mangelsymptome bestehen in Hautveränderungen, Veränderungen der Schleimhaut des Mundes, der Zunge (Himbeerzunge) , des Darmtrakts und in neurologischen Störungen.

 

Der Niacinstatus wird durch Untersuchungen des Urins bestimmt.

Niacin wird sehr schnell im Dünndarm aufgenommen. Nach Einnahme ist es bereits nach 10-20 min im Blut.

Wegen der Eigenproduktion kann der Tagesbedarf nur geschätzt werden, etwa 20 mg.

Nebenwirkungen können bei hoher Dosierung (3000 mg) auftreten.

Nikotinamid ist gut wasserlöslich, Nikotinsäure bildet farblose Kristalle und ist kaum wasserlöslich.

 

Vitamin B5, Pantothensäure

Pantothensäure ist wasserlöslich und gehört zum Vitamin B- Komplex.

Die biologisch aktive Form der Pantothensäure ist Coenzym A (CoA).

 

CoA  nimmt eine Schlüsselstellung beim Fettstoffwechsel ein, aber auch beim Kohlehydrat-, Eiweißstoffwechsel und Aminosäurestoffwechsel.

Eine wesentliche Rolle spielt es bei Regenerationsprozessen, wie Wundheilung, Aufbau der Schleimhaut und der Biosynthese von Steroiden.

Zu den Steroiden gehören die Sexualhormone Östrogen, Gestagen, Androgene sowie die Glukokortikoide (Cortison u.a.), das Calciferol(Vitamin D) u.a.

Fast alle Körpergewebe können CoA aus Pantothensäure herstellen.

 

Pantothensäure fördert die Bildung von Epithelzellen ( Epithel ist das Deckgewebe der Schleimhäute und der Haut).

 

Es hat deshalb u.a. auch Bedeutung für die Funktion der Schleimhäute und wird bei Entzündungen in Mund, Rachen, Atemwegen und Darm eingesetzt.

Dank seiner entzündungshemmenden Wirkung ist es auch hilfreich bei Gelenkschmerzen, bei Gelenksteife und Arthritis.

 

Pantothensäure hilft auch bei der Wundheilung und bei nachoperativen Schockzuständen.

B5 verringert ferner die giftige Wirkung vieler Antibiotika und bekämpft Infektionen durch die Unterstützung der Bildung von Antikörpern.

 

Pantothensäure kommt in nahezu sämtlichen Nahrungsmitteln vor, und beim Menschen sind isolierte Mangelerscheinungen nicht bekannt.

 

Besonders reiche Pantothensäurequellen sind z.B. Leber, Erdnüsse, Champignons und Blumenkohl, aber auch verschiedene Getreide.

 

Empfohlen wird eine Aufnahme von etwa 10 mg.

Selbst hohe Dosierungen (z.B. 1000 mg) zeigen keinerlei Nebenwirkungen, erst bei ca.

10 000 mg kann es zu Darmstörungen kommen.

Das natürliche Pantothensäure-Molekül kommt nur als D-Form vor. Das synthetische S-Form-Molekül (Spiegelbild) ist unwirksam.

(Synthetisches Vitamin C besitzt 4, synthetisches Vitamin E sogar 8 verschiedene Moleküle. Nur jeweils eins davon ist natürlich und voll wirksam!)

 

Vitamin B6 oder

Pyridoxal, Pyridoxin, Pyridoxamin

Unter der Bezeichnung Vitamin B6 werden Pyridoxal, Pyridoxin und Pyridoxamin sowie deren Phosphate zusammengefaßt, die alle als Vitamin B6 wirksam sind.

Vitamin B6 spielt eine Rolle im Stoffwechsel der Aminosäuren, wie Lysin und Cystein, aber auch für die biogenen Amine wie Histamin und Dopamin.

Vitamin B6 ist bedeutend für die Quervernetzung des Bindegewebes und fördert damit seine elastischen Eigenschaften. Vitamin B6 beeinflußt wichtige Stoffwechselschritte, wie z.B. die Freisetzung von Glucose aus Glycogen.

Vitamin B6 ist also auch für muskuläre Funktionsleistungen von zentraler Bedeutung.

Meistens treten Vitamin B6- Mängel nicht isoliert auf, sondern in Kombination mit einem Vitamin B- Komplex- Mangel vor allem bei Jugendlichen, Schwangeren, Stillenden und Senioren.

Vitamin B6 benötigt Vitamin B2, um wirksam zu werden!

Die B6- Vitamine kommen in nahezu sämtlichen tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln vor. Reichlich findet man sie in Erbsen, Vollkorn, Karotten, Kohl, Kartoffeln, Bananen Fleisch und Fisch.

 

Bei erhöhter Eiweißzufuhr steigt der Bedarf an Vitamin B6. Empfohlen wird eine Aufnahme von 0,02 mg Pyridoxin pro g Protein.

Zur Vermeidung eines Defizits wird eine tägliche Vitamin B2 - Zufuhr von 2,3 mg /Tag für Männer und für Frauen von 2,0 mg / Tag empfohlen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit besteht ein deutlich erhöhter Bedarf, wobei eine Mehrzufuhr von 1,4 mg während der Stillzeit empfohlen wird.

 

Zusätzliche Gaben an Vitamin B6 empfehlen sich u.a. besonders bei Leber- und Nierenerkrankungen, Gefäß- und Tumorerkrankungen, bei neurologischen Störungen und der Zöliakie (Glutenunverträglichkeit; Gluten ist das in allen Getreidesorten vorkommende Eiweiß), seborrhoischer Dermatitis (Ekzeme) im Nasen-, Augen- oder Mundbereich, Erosionen (nässender Substanzverlust) der Mundschleimhaut und der Mundregion, nervösen Störungen, epileptiformen Krämpfen beim Säugling, hypochromer Anämie (verminderter Hämoglobingehalt der roten Blutkörperchen) und Homocysteinurie (Störung der Umwandlung von Methionin in Cystein).

Bei Homocysteinurie ist die Gabe von Pyridoxinsowie B12 und Folsäure erfolgreich!

Homocysteinurie entsteht im Stoffwechsel bei der Umwandlung der Amonosäure Methionin in Cystein. Erhöhtes Homocystein ist der auslösende Faktor für Arteriosklerose und nicht etwa „Adernverkalkung“.

Auch in der Schwangerschaft und in der Stillzeit, bei Medikamenteneinnahme sowie bei hohem Alkoholkonsum sind zusätzliche Gaben von Vitamin B6 angezeigt.

 

Vitamin B6 ist empfindlich gegen Licht, Hitze und Feuchtigkeit. Bis zu 300 mg Pyridoxin pro Tag sind ohne Nebenwirkungen.

 

Vitamin B12, Cobalamin

Vitamin B12 ist ein sehr komplexes und „riesiges“ Molekül mit einem Kobalt- Atom in seinem Zentrum. Es ist der einzige Biostoff, der Kobalt, also ein Spurenelement enthält, das für unsere Gesundheit unverzichtbar ist.

 

Gute Vitamin B12- Lieferanten sind tierische Produkte wie Fleisch, Innereien und Milch. Pflanzen enthalten kein Vitamin B12!

Der Minimalbedarf eines Erwachsenen liegt mit 2 myg etwas unter dem Tagesumsatz von 2,5 myg, wobei die Empfehlungen variieren.

 

Vitamin B12 ist der Mikronährstoff unter den Nährstoffen: Selbst bei einer lebenslangen Aufnahme einer Zufuhrmenge von 5 myg / Tag nimmt der Mensch weniger als 1 g dieses Vitamins in seinem Leben auf.

Vitamin B12 wird im Dünndarm aktiv in der an den Intrinsic Faktor (IF)  gebundenen Form resorbiert. IF ist ein in der Magenschleimhaut gebundenes Mucoprotein, das mit dem Vitamin B12 eine lose, für Darmbakterien unangreifbare Verbindung eingeht. IF wirkt als „Taxi“ für das große Molekül B12.  B12-Mangel idz meist einMangel an IF. (Mucoprotein ist ein Eiweißstoff der Schleimhaut, die man Mucosa nennt).

Nur 1-5% des Vitamin B12 werden direkt durch passive Diffusion aufgenommen.

 

Mangelerscheinungen treten nur bei bestimmten pathologischen Umständen auf, die hauptsächlich die Vitamin B12- Resorption stark vermindern, etwa fehlendes IF.

Am häufigsten erkranken Erwachsene im Alter über 60 Jahren. Bei Vitamin B12- freier Ernährung (z.B. bei strengen Vegetariern = Veganern) vergehen ca. 4 - 5 Jahre, bis Mangelsymptome deutlich werden. Vor allem Kinder von Veganern sind gefährdet.

Das Vitamin B12 ist überwiegend in der Leber gespeichert.

Vitamin B12  hat Einfluß auf die Nukleinsäuresynthese, insbesondere bei verschiedenen Zellreifungsvorgängen im Körper.

Cobalamin (B12) ist ebenfalls nötig, um Homocystein zu Methionin umzubauen.

Bei strengen Vegetariern, nach Magenresektionen (operative Entfernung eines Teils des Magens) und Atrophie (Rückbildung ) der Schleimhaut oder bei intestinalen Erkrankungen (Darmerkrankungen) kommt es oft erst nach Jahren zu Mangelerscheinungen. Häufig sind Blutbildveränderungen in Form einer Anämie festzustellen. Neurologisch manifestieren sich Ausfälle am zentralen und peripheren Nervensystem. Eine Polyneuropathie (Erkrankung des Nervensystems) kann mit Läsionen (Schädigungen) der langen Rückenmarksbahnen und der Myelinscheide und psychischen Störungen kombiniert sein.

Nach oraler Verabreichung von Vitamin B12 sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Licht und UV-Strahlen zerstören Vitamin B12.

Nebenwirkungen sind bei oraler Gabe nicht bekannt.

 

Folsäure, Folat (B9)

Folsäure wirkt hauptsächlich im Gehirn und im Nervensystem; es ist dynamischer Bestandteil der Rückenmarksflüssigkeit.

Rund 30 Prozent aller Psychiatriepatienten haben starken Folsäuremangel.

Für die Psyche sehr wichtig ist die Wechselwirkung zwischen Folsäure, Vitamin B12 und der Aminosäure (Eiweißbaustein) Methionin. Vitamin B12 wandelt den Eiweißstoff Homocystein in Methionin um, das wiederum den Folsäuremolekülen beim Bau und Einbau von Nukleinsäuren in den Zellkern hilft.

Folsäure ist an der Bildung von Melatonin beteiligt.

Melatonin ist ein Hormon der Epiphyse (Zirbeldrüse), seine Wirkung ist kaum erforscht.

Es spielt im Tag-Nacht-Rhythnus eine Rolle. Flugreisende nehmen es oft ein, um den Jetlag zu verhindern.

 

Als Jetlag (aus dem Englischen von jet ‚Düsenflugzeug‘ und lag ‚Zeitdifferenz‘) wird eine nach Langstreckenflügen über mehrere Zeitzonen auftretende Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus bezeichnet.

 

Nach der schnellen Reise über mehrere Zeitzonen ist die innere Uhr nicht mehr mit der neuen Ortszeit synchron. Licht und Dunkelheit treten zu ungewohnten Zeiten auf; die natürlichen Rhythmen wie Essens- und Schlafenszeit, Hormonproduktion oder Körpertemperatur kommen aus dem Takt. Da die innere Uhr sich nicht kurzfristig an eine neue Ortszeit angleichen kann, prägen sich unterschiedliche körperliche und psychische Beschwerden aus.

 

Reich an Folsäure sind grünes Gemüse wie Broccoli, Spinat, Spargel, Kohl, Innereien und auch Hefe. Einen geringen Folsäuregehalt besitzen Fleisch, Fisch und Obst.

Lagerung und Erhitzen zerstören einen Großteil der Folsäure, ein Teil geht ins Kochwasser über.

Die Verfügbarkeit von Folsäure aus Lebensmitteln beträgt 30 - 80 %, dabei wird Folat tierischen Ursprungs besser resorbiert (ca. 70 %) als pflanzliches (ca. 40 %)

Aus Hefe können nur 10 % resorbiert werden.

Der minimale Tagesbedarf an Folsäure beträgt 50 myg, was einer Zufuhr von etwa 100 myg entspricht. Empfohlen wird jedoch eine Zufuhr von 400 myg Folat pro Tag. Dies ergibt sich aus der Annahme, daß nur 50 % des zugeführten Folats resorbiert werden und unter der Annahme, daß 100 - 200 myg Folsäure pro Tag notwendig sind, um die Gewebereserven zu erhalten.

 

Folsäuremangel gehört zu den häufigsten Avitaminosen (Vitaminmangel), die auch in den Industriestaaten weit verbreitet sind. Besonders Schwangere sind betroffen.

Da die blutbildenden Zellen des Knochenmarks eine besonders hohe Zellteilung haben, sind Störungen des Blutbildes ein frühes Zeichen des Folatmangels.

Das häufigste Krankheitsbild eines Folatmangels ist daher eine Megaloblasten- Anämie (Abnormitäten der roten Blutkörperchen), die auch durch einen Vitamin B12- Mangel hervorgerufen werden kann.

Seltener werden neurologische und psychiatrische Störungen sowie Schleimhautveränderungen beobachtet. Hauptursachen von Folsäuremangel sind Mangel- oder Fehlernährung, Alkoholismus, Malabsorptionssyndrome (gestörte Resorption = gestörte Aufnahme), Entfernung des oberen Dünndarms sowie Hämodialyse (Blutwäsche).

 

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PABA

(P-Aminobenzoesäure) ist ein Wuchsstoff für Organismen (Bakterien), die Folsäure aufbauen können. PABA wird deshalb auch zu den B-Vitaminen gerechnet. Sie tritt in Kombination mit Folsäure auf und gilt als Schönheitsvitamin für Haut und Haare.

 

Biotin (B7)

 

Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin und wird zum Vitamin B- Komplex gerechnet.

 

In rohem Eiklar vorkommendes Avidin führt zu einer drastischen Verminderung der Bioverfügbarkeit von Biotin. Möglicherweise trägt von der Darmflora gebildetes Biotin in geringem Umfang mit zur Versorgung bei.

Die klinische Bedeutung von Biotin für den Menschen wurde an einer Gruppe von Freiwilligen durch Gaben von großen Mengen rohem Eiklar demonstriert. Es traten dermatologische Störungen, Depressionen, Muskelschmerzen und Anorexia (anormale Appetitlosigkeit) auf. Die Symptomatik verschwand rasch nach Gabe von 150 - 300 myg Biotin am Tag.

 

Biotin spielt nach neuen Erkenntnissen beim Glucose-, also beim Kohlenhydrat- Stoffwechsel eine große Rolle, vor allem beim ersten Stoffwechselschritt, wobei es mit dem Bauchspeicheldrüsenhormon Insulin zusammen wirkt. Biotin regt ferner selbständig die Glucokinase (Enzym des Zuckerstoffwechsels) an. Dies ist besonders für Diabetiker wichtig, deren Konzentration von Glucokinase in der Leber niedrig ist. Durch Extra- Gaben an Biotin (16 mg / Tag) kann man den Glucose- Stoffwechsel von Zuckerkranken erheblich verbessern.

Die durchschnittliche Aufnahme von Biotin wird in Europa mit 50- 100 myg pro Tag angegeben.

Die Resorption findet überwiegend im  Dünndarm statt.

 

Biotin wirkt als Coenzym u.a. bei der Gluconeogenese (Neubildung von Zucker in der Leber aus Milchsäure und Aminosäuren).

Biotinmangel kann u.a. bei Säuglingen als Folge eines unzureichenden Biotinspiegels der Muttermilch oder als Folge von Verdauungsstörungen auftreten.

Bestimmte Hauterkrankungen, die im Säuglings- und Kleinkindalter auftreten (seborrho-ische Dermatitis und Leinersche Krankheit) können durch Biotingaben in mg- Dosen sehr schnell günstig beeinflußt werden. Die Dermatitis der Brustkinder verschwindet aber normalerweise, wenn der stillenden Mutter Biotin verabreicht wird.

Dialysepatienten mit neurologischen Störungen sprechen ebenfalls auf hohe Biotingaben an.

Auch die 100-fache Tagesdosis erzeugt keine Nebenwirkungen.

Biotin kommt in nahezu sämtlichen Nahrungsmitteln, wenngleich auch in niedriger Konzentration vor, deshalb kommen ernährungsbedingte Mangelerscheinungen relativ selten vor, zumal der Körper Biotin auch selber herstellen kann.

 

Cholin, Bilineurin, Sinkalin 

 

Cholin sorgt u.a. in der Leber für die Verarbeitung, das Verflüssigen und den Transport von Fettmolekülen.

Ohne Cholin können Fettmoleküle weder verarbeitet noch abtransportiert werden. Dabei ist ganz entscheidend, daß Cholin selbst Teil bestimmter Fettsubstanzen und Lipoproteinen, wie z.B. Cholesterin , ist. (Lipoproteine sind Fett- und Cholesterinmoleküle, die in eine Proteinhülle eingeschlossen sind und so über die Blutbahn transportiert werden.)

 

Cholinmangel führt zur Fettleber sowie zu einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber diversen  chemischen Substanzen, die als Krebserreger gelten.

 

Zusammen mit anderen Substanzen (z. B. Inositol) sorgt Cholin für die Aufnahme und Verwertung  des lebensnotwendigen Cholesterins in den Zellen. Cholin kann deshalb auch den Cholesterinspiegel senken.

 

Cholin wird im Darm, sogar im Dickdarm aufgenommen und gelangt dann selbständig oder  mit Hilfe von Trägerstoffen (z.B. Lecithin) ins Blut und zur Leber. Aus Proteinen, die in pflanzlicher Kost nur wenig vorkommen, wird es auch vom Stoffwechsel selbst hergestellt.

 

Strenge Vegetarier, die auf Eier, Milch und Milchprodukte verzichten, können an Cholinmangel leiden, besonders bei Stress.

In der Leber wird Cholin in Fett- Eiweißstoffe (Lipoproteine) eingebaut und über die Blutgefäße zu allen Zellen gebracht. 

 

Cholin wird im eigenen Darm, und zwar unter Beteiligung der Eiweißbausteine Methionin, Serin sowie den Vitaminen B 12 und Folsäure erzeugt. Cholin findet sich auch in hoher Konzentration in Leber, Eigelb, Bierhefe und Weizenkeim.

 

Lecithin ist ideal für eine konzentrierte Cholin-Kur, in dem Cholin neben dem B-Vitamin Inositol Hauptbestandteil ist.

 

4 Gramm Cholin pro Tag sind empfehlenswert, bei erhöhtem Streß bis zu 6 Gramm. Nur etwa ein Fünftel oder ein Viertel erhält man durch die Nahrung.

 

 Inositol, Inosit

 

Neben Niacin (Vitamin B3) braucht unser Körper von keinem Vitamin mehr als von Inositol.

Inositol ist in extrem hoher Konzentration im Rückenmark, im Gehirn und in der Hirnflüssigkeit eingelagert, und zwar in vierfach höherer Konzentration als im Blut.

 

Inositol ist - anders als Cholin  - sowohl in tierischem Gewebe als auch in Pflanzen enthalten.

Das Vitamin wird aber auch im Gehirn, teilweise in der Leber und wahrscheinlich auch in allen Geweben hergestellt, die reich an Inositol sind.

 

Der Bedarf liegt etwa bei drei bis fünf Gramm pro Tag, bei Streß deutlich höher.

 

Nur ein gesunder Darm kann Inositol aus der Nahrung aufschließen. Fehlernährung,  Antibiotika, Darmentzündungen, Einläufe, Pilzbefall u.a. können zu einer gestörten Darmflora und damit u.a. zu Inositol - Mangel führen. Auch Koffein beeinträchtigt die Aufnahme von Inositol, vor allem die Einnahme von Medikamenten

 

Cholin und Inositol sind die beiden Hauptbestand-teile von Lecithin, das wiederum Teil sämtlicher Körperzellen ist.

 

Zusammen mit Cholin soll Inositol vorbeugend gegen Arteriosklerose wirken.

 

Inositol gelangt übers Blut in alle Zellen, in besonders hoher Konzentration in Gehirnzellen, wo es die Membran, die Schutzschicht, versorgt. 

 

Inositol ist für die Entspannung unserer Nerven und für die Gesundheit und Funktionstüchtigkeit unserer Augen notwendig.  Nervenschwäche,  Schlafstö-rungen, Kreislaufstörungen und  Augenkrank-heiten können Folgen eines Mangels sein.  

 

Vitamin B13 (Orotsäure) wurde früher zu den Vitaminen gezählt, da man davon ausging, dass Orotsäure lebensnotwendig sei und von außen zugeführt werden müßte. Orotsäure hat viele Funktionen im Organismus. Orotsäure kann in kleineren Mengen im Körper selbst synthetisiert werden muss aber zur Bedarfsdeckung täglich durch Nahrung aufgenommen werden.

 

Vitamin B15 ist das Natriumsalz der Pangamsäure und wurde früher zu den Vitaminen gezählt. Man stellte aber später fest, dass es der menschliche Organismus in ausreichender Menge selbst produzieren kann. Genauere Kenntnis der Wirkung fehlen noch.

 

Vitamin B17 ist der Phantasiename für ein blausäureabspaltendes Glykosid mit der Bezeichnung Amygdalin. Es soll Krebszellen gezielt zerstören, ist in Deutschland aber nicht zugelassen.

 

Die Vitamine B4, B13 und B15 zählen heute zu den vitaminähnlichen Substanzen und werden als Vitaminoide bezeichnet, wozu auch andere Substanzen gehören, wie beispielsweise Inosit.

 

 

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